Anmerkung der Redaktion: Auch wenn die ganze (Reise-)Welt stillsteht und jeder zuhause bleibt: lassen Sie sich vom folgenden Artikel für Ihren nächsten Singapur-Besuch inspirieren, wenn sich die Situation verbessert hat und das Reisen wieder möglich ist. Bleiben Sie bis dahin gesund und in Sicherheit! Singapur freut sich auf Ihren nächsten Besuch.

Unsere Nation ist die Heimat vieler Kulturen, Ethnien und Religionen, und für Singapur ist diese Vielfalt seine Stärke. Unsere vielen Volksgruppen haben ihre eigenen Feste, Traditionen und Bräuche, und doch feiern wir sie alle gemeinsam als ein Volk.

Hier sind fünf Gründe, aus denen Singapur eine der harmonischsten und pluralistischsten Nationen der Welt ist.

Eine Gruppe von Freunden genießt eine gemeinsame Mahlzeit

Unsere Gemeinden sind lebendig und vielfältig
Eine Gruppe von Freunden verschiedener Ethnien essen zusammen im Hawker Centre

Seit unserer Zeit als Kolonie im 19. und 20. Jahrhundert kamen Einwanderer aus Indien, China und aus dem gesamten malaiischen Archipel auf der Suche nach einem besseren Leben auf die Insel und haben hier das Fundament geschaffen, auf dem die Stadt aufgebaut wurde.

Heute haben die meisten Einwohner Singapurs ethnisch gesehen ihre Wurzeln in China, Malaysia, Indien und Eurasien oder sind so genannte Peranakan*. Wir leben, arbeiten und verbringen unsere Freizeit heute gemeinsam, aber es gibt immer noch traditionelle, ethnische Viertel, in denen Sie mehr über jede dieser Gemeinschaften erfahren können. Joo Chiat/Katong ist beispielsweise ein historisches Peranakan-Viertel, wohingegen sich die ersten indischen Siedler einst im heutigen Little India niederließen. Und für die Ureinwohner des Landes, die Malaien, ist Kampong Gelam der geschichtsträchtige Sitz ihrer Sultane, an dem sie schon wohnten, lange bevor Singapur zur Kolonie wurde.

Diese Volksgruppen haben ihre jeweils eigenen Muttersprachen, die die meisten Singapurer noch heute sprechen. Das heißt aber nicht, dass uns diese Unterschiede spalten. Tatsächlich ist es eher so, dass sich diese Sprachen zu etwas verschmolzen haben, das wir Singlish nennen – neben Standardenglisch ist Singlish die zweite Hauptsprache, die wir unter Freunden, mit der Familie oder sogar mit Kollegen sprechen.  

Um unverfälschtes Singlish zu hören, gibt es keinen besseren Ort als ein Hawker Centre, wo alle Bevölkerungsgruppen sich treffen.

*Der Begriff stammt von einem indonesischen/malaiischen Wort ab, das „vor Ort geboren“ bedeutet und sich in der Regel auf Menschen bezieht, die chinesische und malaiische bzw. indonesische Wurzeln haben.


Unsere „lokalen Gerichte“ stammen aus aller Welt
Ein Teller mit lokalem Hühnchenreis, serviert mit einer klaren Suppe

Wir besuchen die Hawker Centre natürlich nicht, um Singlish zu sprechen. Wir besuchen sie, um zu schlemmen. Genau wie unsere ethnische Zusammensetzung besteht auch das „singapurische Essen“ aus vielen unterschiedlichen Küchen, und in einem Hawker Centre können Sie alle unter einem einzigen Dach probieren. 

Die meisten Gerichte stammen von den malaiischen, chinesischen und indischen Bevölkerungsgruppen, sie reichen vom simplen Roti Prata (traditionelles, indisches Fladenbrot) bis hin zu den feurigen, malaiischen Currys und dem berühmten hainanesischen Hühnchenreis.

Diese traditionelle Esskultur gibt es auch in Fusion-Versionen: Das Fifth Season Tangra Chinese Restaurant, beispielsweise, serviert indisch-chinesische Gerichte wie Currys auf Sichuan-Art und gebratenen Basmatireis.


Eine Nachspeise im Candlenut, dem weltweit einzigen Peranakan-Restaurant mit Michelinstern.

Zwei weitere Eckpfeiler der singapurischen Küche stammen von den Eurasiern und den Peranakan. Diese Küche ist eine Mischung asiatischer und europäischer Traditionen. In den eurasischen Restaurants findet man würzige Eintöpfe und Grillfleisch, in Peranakan-Restaurants können Sie sich auf geschmorte Fleischgerichte und Currys freuen.

Um einige der besten Peranakan-Gerichte der Welt zu probieren, sollten Sie einen Tisch im Candlenut reservieren: dem weltweit einzigen Peranakan-Restaurant mit einem Michelinstern.


Die vielen Religionen Singapurs existieren harmonisch nebeneinander
Ein Gläubiger läutet die Glocken des Thian Hock Keng Tempels in Singapur

Laut einer Studie des Pew Research Center aus dem Jahr 2014 ist Singapur das Land mit der größten Vielfalt an Religionen. In unserer Stadt leben und arbeiten Menschen jeder Religion miteinander und beten sogar gemeinsam.

Machen Sie einfach mal einen Abstecher zur Waterloo Street oder South Bridge Road, und Sie werden viele unterschiedliche religiöse Stätten entdecken: Tempel, Moscheen und Synagogen – alle friedlich nebeneinander.


Sultan Moschee – Fassade mit Geschäften

Einige diese Gebetsstätten gehören auch zu den beeindruckendsten Bauwerken Singapurs. So scheint zum Beispiel der neugotische Kirchturm der St. Andrew's Cathedral bis in den Himmel über dem Civic District zu reichen, und die grandiosen, goldenen Kuppeln der Sultan Moschee erheben sich eindrucksvoll über den Geschäften von Kampong Gelam.


Und wir feiern als ein Volk
Chinesisches Neujahr – Verkaufsstände in Chinatown mit Dekomaterial und roten Päckchen

Egal ob amchinesischen Neujahr, Hari Raya Aidilfitri, Deepavali, Vesak Tag oder Weihnachten: alle Ethnien und Religionen, die in unserer Stadt zu Hause sind, kommen als Singapurer zusammen, wenn es etwas zu feiern gibt.

Lassen Sie die positive Feierlaune bei Festivals auf sich wirken und besuchen Sie das River Hongbao, den Geylang Serai Ramadan-Basar und Christmas on A Great Street, wo Essen, Aufführungen und Spiele beste Unterhaltung für die ganze Familie bieten.

Und wenn Sie die Stadt während Deepavali oder Thaipusam besuchen, dann sollten Sie auf jeden Fall Little India einen Besuch abstatten: Kunst-Installationen, Aufführungen und viele traditionelle Stände verwandeln den Bezirk in einen lebendigen Jahrmarkt.


In Singapur erwachen viele Leidenschaften zum Leben
Comedy im Canvas mit Kumar – Featuring Kumar

Neben den Traditionen spielt auch die Pop-Kultur eine wichtige Rolle in der Stadt. Wir haben eine lebendige Kunstszene, und es finden viele Ausstellungen, Konzerte und Festivals statt, beispielsweise die Singapore Art Week und das Singapore Writers Festival, die Ihre Fantasie beflügeln werden.

Auch kleinere Subkulturen haben ihre Nische in Singapur gefunden. Anime-Fans treffen sich beim C3AFA Anime Festival Asia, Comic-Geeks verbreiten Fantheorien auf der Singapore Comic Con, und Comedy-Liebhaber lieben die zahlreichen Stand-up-Abende, wie zum Beispiel beim Comedy Masala.

Wo auch Ihre Interessen liegen: Bei uns finden Sie eine Stadt voller Menschen, die diese mit Ihnen teilen.