Singapur hat so viel mehr zu bieten als nur eine malerische Skyline und ein pulsierendes Stadtzentrum. Hier finden Sie interessante und wenig bekannte Fakten über diese grüne kosmopolitische Stadt.

1. Die Stadt besteht nicht nur aus einer, sondern aus 64 Inseln
Ein Attap-Pfahlhaus am Strand einer Singapurer Insel Foto von Afur Wong 

Was viele nicht wissen: Singapurs Landfläche umfasst 64 vorgelagerte Inseln, die die Hauptinsel umringen. Dazu gehören Sentosa (die größte Insel), Pulau Ubin, St John’s Island und Sisters’ Islands, die Besucher mit Sonnenschein und jeder Menge Spaß locken.


2. Singapur ist die Heimat des ersten Nachtzoos der Welt
Besucher von Singapurs Night Safari sehen von einer Tram aus einen malaiischen Tapir

Singapurs Night Safari bietet ein nächtliches Erlebnis wie keine andere Stadt. Es ist außerdem der erste Nachtzoo der Welt. Der 35 Hektar große Park wurde 1994 eröffnet und ist Heimat von mehr als 1.000 Tieren in ihren natürlichen Nachtumgebungen.

Während einer 40-minütigen Fahrt mit einer elektrischen Tram können Sie sich einen Überblick über die Hauptattraktionen des Parks verschaffen. Schlendern Sie die vier miteinander verbundenen Dschungel-Trails innerhalb des Parks entlang und genießen Sie ein einzigartiges Zooerlebnis.


3. Singapur ist eine Stadt der (künstlichen) Wasserfälle
Der HSBC Rain Vortex im Jewel Changi

Laut Wildlife Reserves Singapore wurde der erste künstliche Wasserfall im Jurong Bird Park im Jahr 1971 gebaut. Bis zum heutigen Tag gilt der Wasserfall mit einer Höhe von 30 Metern als der höchste Wasserfall in einer Voliere.

Aber das ist noch nicht alles. Im Cloud Forest in den Gardens by the Bay können Sie neue Höhen erklimmen. Ein riesiger, 35 Meter hoher Wasserfall ist das Herzstück dieses nebelfeuchten Gewächshauses, das Pflanzen aus dem tropischen Hochland beheimatet.

Keine Reise nach Singapur ist vollkommen, ohne den höchsten Indoor-Wasserfall der Welt gesehen zu haben. Der HSBC Rain Vortex befindet sich im Jewel Changi Airport, ist schwindelerregende 40 Meter hoch und von einem üppigen Indoor-Garten umgeben.


4. Die Einheimischen sprechen Singlish und nicht nur Englisch
Eine Postkarte mit dem Singapurer Ausdruck „Chope“

Lassen Sie sich nicht davon verwirren, dass Singapurer Ausrufe wie „Lah“ und „Leh“ an ihre Sätze hängen. Unser besonderer einheimischer Dialekt „Singlish“ ist Teil der Alltagsgespräche aller Singapurer.

Singlish ist eine Sammlung von umgangssprachlichen Ausdrücken und einem Slang, der von Singapurs Multikulturalismus geprägt wurde. Weitere Beispiele sind das singlische Wort „chope“, das so viel heißt, wie einen Platz zu reservieren. Einheimische benutzen das Wort „chope“ oft, wenn sie mit Taschentüchern Plätze in einem Hawker Centre reservieren.

Singapurer neigen auch dazu, Fremde, wie zum Beispiel Taxifahrer oder Standbesitzer in den Hawker Centren, als „Tanten“ („Aunties“) und „Onkel“ („Uncles“) anzureden. Das ist eine liebenswerte Anrede für ältere Herrschaften. Seien Sie allerdings achtsam bei der Verwendung dieser Begriffe, da Sie damit andeuten können, dass Ihr Gegenüber fortgeschrittenen Alters ist. Sie wollen ja nicht aus Versehen eine neue Bekanntschaft beleidigen!


5. In Singapur gab es das erste Formel-1-Nachtrennen der Welt
Rennwagen beim FORMEL EINS Singapore Grand Prix in der ersten Kurve Foto von Zexsen

Die seit 2008 jährlich stattfindende Singapore Grand Prix-Saison umfasst eine Reihe von Konzerten, Rennen und Unterhaltungsprogrammen für Formel-1-Fans und Besucher aller Altersklassen. 

Das Hauptevent – der FORMEL 1 GROẞE PREIS VON SINGAPUR – ist außerdem als erstes Nachtrennen der Formel 1 in die Renngeschichte eingegangen. Der kurvenreiche Marina Bay-Stadtkurs ist seit der ersten Auflage nahezu unverändert geblieben. Die hellen Flutlichter der Rennbahn setzen der spektakulären Nachtansicht von Singapur noch eins drauf. Laut Formel 1 hat der Marina-Bay-Stadtkurs außerdem mehr Kurven (insgesamt 23) als jede andere Rennstrecke des Formel-1-Rennkalenders.


6. Singapur ist eine der grünsten Städte der Welt
Frontalaufnahme aus der Ferne von einem jungen Paar auf einem Wanderpfad Foto von Lim Wei Xiang

In der Stadt der Wolkenkratzer finden Sie ebenfalls viel saftiges Grün. Fast die Hälfte der Landfläche Singapurs (ca. 700 Quadratkilometer) besteht aus Grünfläche. Neben zahlreichen Parks und Gärten gibt es unvermutetes Pflanzenleben an den ungewöhnlichsten Orten. Das PARKROYAL on Pickering zum Beispiel ist bekannt für sein Konzept eines „Hotels im Garten“ und seinen sich über vier Stockwerke erstreckenden vertikalen Garten.

Aber das ist noch nicht alles. In den Naturschutzgebieten gibt es ebenfalls eine große Artenvielfalt– in Singapur wachsen 2.100 einheimische Gefäßpflanzenarten. Insbesondere das Bukit-Timah-Naturschutzgebiet beherbergt mehr Baumarten auf einem Hektar, als in ganz Nordamerika zu finden sind.


7. Es ist die Heimat einer UNESCO-Weltkulturerbestätte – und einiger einzigartiger „VIPs“.
Ein Spazierpfad in den Singapore Botanic Gardens.

Die Singapore Botanic Gardens wurden 2015 als UNESCO Weltkulturerbestätte anerkannt und blicken auf eine mehr als hundertfünfzigjährige Geschichte seit ihrer Gründung im Jahr 1859 zurück – das heißt, sie sind mehr als ein Jahrhundert älter als das moderne Singapur selbst!

Die beliebteste Attraktion ist der National Orchid Garden (Nationaler Orchideengarten), der tausende Orchideenarten beherbergt; Very Important Plants (VIPs) in vielerlei Hinsicht. Über 200 Hybrid-Orchideen in diesem Garten wurden nach ausländischen Würdenträgern benannt, die Singapur besuchten, wie zum Beispiel nach Nelson Mandela, dem Herzog und der Herzogin von Cambridge und Prominenten wie den Schauspielern Jackie Chan, Zhou Xun und Bae Yong Jun.

Ein weiterer interessanter Fakt: Singapurs erster botanischer Garten wurde im Jahr 1822 an den Hängen des heute als Fort Canning Hill bekannten Hügels eröffnet. 1829 musste der 19 Hektar große Garten aufgrund steigender Kosten geschlossen werden. Das Land wurde dann für verschiedene öffentliche Projekte genutzt, darunter eine armenische Kirche, eine Schule und ein Krankenhaus.


8. Abseits der Haupttouristenattraktionen gibt es noch viele weitere Stadtteile zu entdecken.
Fassade der Plain Vanilla Bakery mit geparkten Fahrrädern davor Foto von Danny Santos 

Neben den geschichtsträchtigen Stadtteilen Chinatown, Kampong Gelam und Little India gibt es weitere bunte Enklaven, die Besucher in Singapur entdecken können.

In den Art-Déco-Gebäuden von Tiong Bahru finden Sie viele angesagte Restaurants und Läden sowie bunte Shophouses im Peranakan-Stil und traditionelle Essensstände in Joo Chiat/Katong.

Ein weiteres aufstrebendes Viertel ist Everton Park, wo Sie Coffeeshops und Cafés, Eisdielen und andere Hotspots für Foodies erwarten.


9. In Singapur gibt es immer etwas zu feiern
Atmosphäre bei STREAT 2019

Machen Sie sich keine Sorgen darüber, wie Sie neue unterhaltsame Aktivitäten entdecken können. Das ganze Jahr über finden in der Stadt Kulturfestivals sowie große Sport-, Lifestyle- und Kunstveranstaltungen statt – Langeweile ausgeschlossen!

Die alljährlichen HSBC World Rugby Singapore Sevens finden im 1,3 Milliarden SGD teuren Singapore Sports Hub statt.

Im Juli können sich Feinschmecker auf das Singapore Food Festival freuen, wo sie einzigartige singapurische Gerichte sowie das Beste der Mod-Sin (modernen singapurischen) Küche probieren können, die traditionellen Aromen einen modernen Touch verpasst.


10. Es ist möglich, dass die Löwenstadt eigentlich von einem Tiger inspiriert wurde
Eine Seitenansicht des wasserspeienden Merlion am Abend

Vielleicht haben Sie schon von dem Merlion gehört, Singapurs berühmtem Wahrzeichen. Der Merlion ist ein Fabelwesen mit einem Löwenkopf und einem Fischschwanz.

Was Sie aber vielleicht nicht wissen, ist, dass der Merlion teilweise von dem Namen der Stadt in Sanskrit inspiriert wurde: Singapura, die „Löwenstadt“. Die Legende besagt, dass ein Prinz aus Sumatra namens Sang Nila Utama, der im frühen 14. Jahrhundert über die Siedlung Temasek auf der Singapurer Hauptinsel herrschte, der Stadt den Sanskrit-Namen Singapura gab.

Während der Jagd sah der Prinz eine merkwürdige, sich schnell bewegende Kreatur, die von seinen Beratern als Löwe identifiziert wurde. Allerdings gab es keine Aufzeichnungen darüber, dass zu der Zeit Löwen in Singapur lebten. Vielleicht hatte er einen Tiger gesehen, denn die konnte man bis in die 1930er Jahre in der singapurischen Wildnis finden.

Glauben Sie, dass Sie jetzt schon alles über Singapur wissen? Falsch gedacht. Testen Sie diese zehn Must-do‘s und weitere unterhaltsame Stadtrouten, um aus Ihrer Reise nach Singapur das Beste herauszuholen.