Wenn Sie sich ein bisschen außerhalb der üblichen Touristenpfade umsehen möchten, dann wird es Sie freuen zu hören, dass es viele Orte in Singapur gibt, die den meisten Menschen noch unbekannt sind. Statten Sie doch einmal diesen vier Vierteln einen Besuch ab und bestaunen Sie deren großartige, aber versteckte Sehenswürdigkeiten, lassen Sie die Geräuschkulissen auf sich wirken und genießen Sie natürlich außerdem die lokale Küche!


Holland Village

Das Holland Village, auch bekannt als Holland V, ist nach Hugh Holland benannt, einem angesehenen Architekten und einem der ersten Bewohner der Gegend.

Zu diesem Bezirk gehören auch die Chip Bee Gardens auf der Jalan Merah Saga, die gesäumt ist mit Doppelhaushälften und Reihenhäusern, in denen in den 1950er Jahren Mitglieder der britischen Armee wohnten, als das Land noch unter Kolonialherrschaft stand.

Holland V und die benachbarten Chip Bee Gardens sind vor allem bekannt für ihre Restaurants & Bars, darunter Ramen-Spezialist Sanpoutei, das mediterran-vegetarische Restaurant Original Sin und das bis spät in die Nacht geöffnete Süßwarenlokal 2am:dessertbar. Die lebhaften Kneipen sind auch bei den Einheimischen beliebt. Da wäre zum Beispiel die von Australien inspirierte Bar Barossa, der deutsche Pub Baden und Wala Wala, eine Kneipe mit Live-Musik. Sie haben die Wahl.


Queenstown

Eine der ältesten Wohnsiedlungen Singapurs, Queenstown, ist nach der britischen Königin Queen Elizabeth benannt und war früher einmal eine von Landwirtschaft geprägte Gegend. Queen Elizabeth war bis zur Unabhängigkeit Singapurs Staatsoberhaupt des Stadtstaates.

In Queenstown, das nun in den sogenannten „Heartlands“ liegt, gibt es vieles, das Sie auf keinen Fall verpassen sollten. Dort befinden sich zum Beispiel die Queenstown Public Library (ein Stück Geschichte: die Bibliothek war die erste in Singapur) und das Queensway Shopping Centre, wo Sie viele preiswerte Sportartikel aus vergangenen Saisons von Marken wie Nike und Adidas finden können.

Auch im angrenzenden Wessex Estate gibt es interessante Orte zu entdecken. Dort finden Sie Kunstgalerien, wie zum Beispiel die Joy Clay Studio & Gallery, wo Sie Keramikskulpturen und Installationskunst bewundern können. Statten Sie danach dem charmanten Lokal Colbar einen Besuch ab, wo Sie das Ambiente des alten Singapurs, sowie eine Vielzahl an westlichen und asiatischen Gerichten erwartet.


Toa Payoh

Toa Payoh mag am Anfang wie ein ganz normales Wohnviertel im sogenannten „Heartland“ erscheinen. Wenn Sie allerdings ein bisschen genauer hinschauen, werden Sie sehen, dass das Viertel voller Geschichte steckt. Die Nachbarschaft, deren Name im Hokkien-Dialekt "großer Sumpf" bedeutet, ist die zweitälteste Satellitenstadt nach Queenstown, die in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter war. Die Gegend war die erste, in der die Nachbarschaftspolizei eingeführt wurde. Auch entstand hier die erste MRT-Station und die erste Moschee wurde hier mit Mitteln des Mosque Building Fund (MBF) gebaut.

Wenn Sie in der Gegend sind, dann sollten Sie bei einigen von Singapurs beliebtesten Wahrzeichen vorbeischauen, wie zum Beispiel der oben erwähnten Masjid Muhajirin Moschee, dem grünen Toa Payoh Park sowie dem bekannten Drachenspielplatz.

Gegen den Hunger helfen mehrere Cafés und Restaurants, wie zum Beispiel der Waffel- und Eisladen Creamier und das berühmte Meeresfrüchterestaurant Melben, wo Sie Chilikrabben kosten können – ein klassisches Gericht der Gegend.

Sie möchten noch mehr über Toa Payoh erfahren? Dann fügen Sie diesen Kulturpfade-Guide zu Ihren Lesezeichen hinzu, und Sie werden die Stadt mit Leichtigkeit erkunden.


Jalan Besar

Die von Shophouses gesäumten Straßen in diesem farbenfrohen Viertel waren einmal ein einfacher Pfad durch einen Betelnuss- und Obstgarten, der in den 1830er Jahren von den Norris-Brüdern angelegt wurde. Viele Jahre später beschloss die Gemeinde, die Straße zu erweitern, bevor sie diese treffend in Jalan Besar, also "große Straße" auf Malaiisch, umbenannten.

Auf der Jalan Besar, mittlerweile ein denkmalgeschütztes Gebiet, gibt es eine große Vielfalt an Speiselokalen, Cafés, Veranstaltungsorten und religiösen Stätten. Die Straße ist außerdem eine Hostel-Hochburg und hier sind ständig Backpacker unterwegs.

Auch ist dies eine der besten Gegenden, um Cafés auszutesten. Schauen Sie zum Beispiel im Butter Studio vorbei und genießen Sie das Gebäck oder statten Sie den Chye Seng Huat Hardware einen Besuch ab, wenn es Sie nach starkem Kaffee (oder einem kalten Bier vom Fass) gelüstet. Verpassen Sie auch andere Highlights nicht, wie zum Beispiel die Tyrwhitt General Company, wo Sie handwerkliche Produkte erhalten, die sich perfekt als Souvenirs eignen.

Wenn Sie zum Abendessen bleiben, dann schauen Sie doch einmal im The Refinery vorbei. Dort gibt es japanische Yakitori (Grillspieße) und individuelle Cocktails. Wenn Sie auf der Suche nach regionalen Köstlichkeiten sind, dann machen Sie einen Abstecher in das Jalan Berseh Food Centre. Dort gibt es unter anderem Orh Luak (gebratenes Austern-Omelett) und für Abenteuerlustige auch Schildkrötensuppe.

Nun, da Sie alle wichtigen Informationen zur Hand haben, sind Sie gut ausgestattet, um die versteckte Seite Singapurs zu erkunden! Weitere Rundgänge und Viertel, die man besuchen kann, finden Sie in diesen Guides.