Auch abseits der eindrucksvollen Skyline und des lebendigen Stadtzentrums gibt es für Besucher viel in Singapur zu entdecken. Unten finden Sie weitere interessante Fakten über diese grüne, kosmopolitische Stadt. 

1. Die Stadt besteht nicht nur aus einer, sondern aus 63 Inseln

Foto von Afur Wong

Vielleicht wissen Sie es nicht, aber Singapurs Landfläche umfasst 63 vorgelagerte Inseln, die die Hauptinsel umringen. Dazu gehören Sentosa (die größte der 63 Inseln), Pulau Ubin, St. John's Island und Sisters' Islands. Für Besucher bedeutet das: Mehr Spaß in der Sonne!

2. Singapur ist die Heimat des ersten Nachtzoos der Welt

Singapurs Nachtsafari bietet ein nächtliches Erlebnis wie keine andere Stadt. Es handelt sich hierbei um den ersten Nachtzoo der Welt. Der 35 Hektar große Park wurde im Jahr 1994 eröffnet und beherbergt 2.500 nachtaktive Tiere aus rund 130 verschiedenen Arten.

Während einer 40-minütigen Fahrt mit einer elektrischen Tram können Sie sich einen Überblick über die Hauptattraktionen des Parks verschaffen. Schlendern Sie die vier miteinander verbundenen Dschungel-Trails innerhalb des Parks entlang und genießen Sie ein einzigartiges Zooerlebnis.

3. Singapur ist eine Stadt der (künstlichen) Wasserfälle

Laut Wildlife Reserves Singapore wurde der erste künstliche Wasserfall im Jurong Bird Park im Jahr 1970 gebaut. Bis zum heutigen Tag gilt der Wasserfall mit einer Höhe von 30 Metern als der höchste Wasserfall in einer Voliere.

Aber das ist noch nicht alles. In Singapur finden Sie außerdem den höchsten überdachten Wasserfall der Welt (35 Meter): und zwar im Cloud Forest in den Gardens by the Bay. Dieser riesige Wasserfall ist das Herzstück dieses feuchten Gewächshauses, das Pflanzen aus dem tropischen Hochland beheimatet.

2018 wird ein noch größerer Indoor-Wasserfall im Jewel am Changi Airport entstehen. In diesem neuen Einkaufs- und Lifestyle-Komplex wird der Water Vortex entstehen: ein 40 Meter hoher, künstlicher Wasserfall, umgeben von einem grünen, überdachten Garten.

4. Die Einheimischen sprechen Singlish und nicht nur Englisch

Foto von Afur Wong

Seien Sie nicht allzu überrascht, wenn Sie hören, dass die Singapurer ihren Sätzen gelegentlich ein lah oder leh hinzufügen. Diese Ausdrücke sind Teil der alltäglichen Umgangssprache. Und das ist nur ein kleiner Teil des einzigartigen „singlischen“ Vokabulars.

Singlish ist eine Sammlung von umgangssprachlichen Ausdrücken und einem Slang, der von Singapurs Multikulturalismus geprägt wurde. Weitere Beispiele sind das singlische Wort „chope“, das so viel heißt, wie einen Platz zu reservieren. Einheimische benutzen das Wort „chope“ oft, wenn sie mit Taschentüchern Stühle in einem Hawker Centre reservieren.

Singapurer neigen auch dazu, Fremde, wie zum Beispiel Taxifahrer oder Standbesitzer in den Hawker Centren, als „Tanten“ („Aunties“) und „Onkel“ („Uncles“) anzureden. Das ist eine liebenswerte Anrede für ältere Herrschaften. Seien Sie allerdings achtsam bei der Verwendung dieser Begriffe, da sie damit andeuten, dass Ihr Gegenüber fortgeschrittenen Alters ist. Und Sie wollen natürlich nicht aus Versehen einen Fremden beleidigen!

5. In Singapur gibt es das erste Formel-1-Nachtrennen der Welt

Foto von Zexsen

Der seit 2008 jährlich stattfindende Große Preis von Singapur umfasst eine Reihe von Konzerten, Rennen und Unterhaltungsprogrammen für Formel-1-Fans und Besucher aller Altersklassen.

Das Hauptevent – der Große Preis von Singapur der Formel 1 – ist außerdem als das erste Formel-1-Nachtrennen in die Renngeschichte eingegangen. Der kurvenreiche Marina Bay - Stadtkurs ist seit seiner Gründung nahezu unverändert geblieben. Die hellen Flutlichter der Rennbahn setzen der spektakulären Nachtansicht von Singapur noch ein zusätzliches Sahnehäubchen auf. Laut Formel 1 hat der Marina Bay-Stadtkurs außerdem mehr Kurven als jede andere Rennstrecke des Formel-1-Rennkalenders (insgesamt 23).

6. Singapur ist eine der grünsten Städte der Welt

Foto von Afur Wong

In der Stadt der Wolkenkratzer finden Sie ebenfalls viel saftiges Grün. Fast die Hälfte der Landfläche Singapurs (ca. 700 Quadratkilometer) besteht aus Grünfläche. Neben zahlreichen Parks und Gärten gibt es unvermutetes Pflanzenleben an den ungewöhnlichsten Orten. Das PARKROYAL on Pickering zum Beispiel ist bekannt für sein Konzept eines „Hotels im Garten“ und seinen sich über vier Stockwerke erstreckenden, hängenden vertikalen Garten.

Aber das ist noch nicht alles. In den Naturschutzgebieten gibt es ebenfalls eine große Artenvielfalt: In Singapur gibt es 2.000 einheimische Gefäßpflanzenarten. Insbesondere das Bukit Timah Naturschutzgebiet beherbergt mehr Baumarten auf einem Hektar als in ganz Nordamerika zu finden sind.

7. Singapur ist die Heimat einer UNESCO-Weltkulturerbestätte – und einiger einzigartiger „VIPs“.

Die Botanischen Gärten von Singapur wurden 2015 als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt und blicken auf eine Geschichte von mehr als 150 Jahren seit ihrer Gründung im Jahr 1859 zurück; das heißt sie sind mehr als ein Jahrhundert älter als das moderne Singapur selbst!

Die beliebteste Attraktion ist der National Orchid Garden (Nationaler Orchideengarten), der tausende Orchideenarten beherbergt; Very Important Plants (VIPs), in mehr als nur einer Hinsicht. Die über 200 Hybrid-Orchideen in diesem Garten wurden liebevoll nach ausländischen Würdenträgern benannt, die Singapur besuchten, wie zum Beispiel nach Nelson Mandela, dem Herzog und der Herzogin von Cambridge und Prominenten wie den Schauspielern Jackie Chan, Zhou Xun und Bae Yong-Jun.

Ein weiterer interessanter Fakt: Singapurs erster botanischer Garten wurde im Jahr 1822 an den Hängen des heute als Fort Canning Hill bekannten Hügels eröffnet. Der Garten mit einer Größe von nur 19 Hektar musste 1829 auf Grund von steigenden Kosten seine Türen schließen und wurde später in eine mit Waffenkammern, Kasernen und einem Krankenhaus ausgestattete Festung umgebaut.

8. Abseits der Haupttouristenattraktionen gibt es noch viele weitere Stadtteile zu entdecken.

Foto von Danny Santos

Neben den kulturell geschichtsträchtigen Stadtteilen Chinatown, Kampong Glam und Little India gibt es weitere bunte Enklaven, die Besucher in Singapur entdecken können.

Entlang der Art-déco-Gebäude von Tiong Bahru finden Sie viele angesagte Restaurants und Läden sowie bunte Ladengeschäfte im Peranakan-Stil und traditionelle Essensstände in Joo Chiat-Katong.

Weitere aufstrebende Viertel sind Everton Park, wo Sie Coffeeshops und Cafés, Eisdielen und andere Hotspots für Foodies erwarten.

9. In Singapur gibt es immer etwas zu feiern

Machen Sie sich keine Sorgen darüber, wie Sie neue unterhaltsame Aktivitäten entdecken können. Das ganze Jahr über finden in der Stadt Kulturfestivals sowie große Sport-, Lifestyle- und Kunstveranstaltungen statt – Langweile ausgeschlossen!

Die jährlich stattfindenden HSBC World Rugby Singapore Sevens (April) und die WTA Finals Singapore (die im Oktober von der Women's Tennis Association ausgerichtet werden) finden in dem 1,3 Milliarden Singapur-Dollar teuren Singapore Sports Hub statt.

Im Mai, während der Singapore Fashion Week, wimmelt es in der Stadt nur so von Fashionistas. Auf den Laufstegen der sehnlichst erwarteten Modeschau der Region konnte man bereits Victoria Beckham, Carolina Herrera sowie einheimische Modelabels wie beispielsweise Ong Shunmugam und Dzojchen bewundern. Danach ist es Zeit für eine Shopping-Tour während des Great Singapore Sale, der jedes Jahr im Juni beginnt.

Im Juli können sich Feinschmecker auf das Singapore Food Festival freuen, wo sie einzigartige singapurische Gerichte sowie das Beste der Mod-Sin (modernen singapurischen) Küche probieren können, die traditionellen Aromen einen modernen Touch verpasst.

10. Es ist möglich, dass die Löwenstadt eigentlich von einem Tiger inspiriert wurde

Foto von Andrew Tan

Vielleicht haben Sie schon von dem Merlion gehört, Singapurs berühmtem Wahrzeichen. Der Merlion ist ein Fabelwesen mit einem Löwenkopf und einem Fischschwanz. 

Was Sie aber vielleicht nicht wissen, ist, dass der Merlion teilweise von dem Namen der Stadt in Sanskrit inspiriert wurde: Singapura, die „Löwenstadt“. Die Legende besagt, dass Sang Nila Utama, ein Prinz aus Sumatra, der im frühen 14. Jahrhundert über die Siedlung Temasik auf der Insel Singapura herrschte, der Stadt den Namen in Sanskrit gab. Während der Jagd sah der Prinz eine merkwürdige, sich schnell bewegende Kreatur, die von seinen Beratern als Löwe identifiziert wurde. Allerdings gab es keine Aufzeichnungen darüber, dass zu der Zeit Löwen in Singapur lebten. Vielleicht war es ein Tiger, denn die konnte man bis in die 1930er Jahre in der singapurischen Wildnis finden.

Glauben Sie, dass Sie jetzt schon alles über Singapur wissen? Falsch gedacht. Probieren Sie diese unterhaltsame Stadtrouten aus, um aus Ihrer bevorstehenden Reise nach Singapur das Meiste herauszuholen.